Dampfdusche oder Sauna – Was ist besser?

Wer den Entschluß gefaßt hat, eine Dampfdusche zu Hause oder eine klassische finnische Sauna zu installieren, der wird sicherlich nach den größten Unterschieden fragen. Denn geschwitzt wird in beiden, wenn auch auf ganz unterschiedliche Art.

Wer jetzt nicht so richtig die Unterschiede kennt und sich für das falsche System entscheidet, der setzt vielleicht viel Geld „in den Sand“, weil er mit seiner installierten Kabine nicht zurecht kommt und sie zukünftig meidet. Damit Ihnen das nicht passiert, hier einmal grob die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Dampfdusche und Sauna.

 

Die klassische Sauna

In der finnischen Sauna herrschen ziemlich hohe Temperaturen, die bis zu 100 Grad betragen können. Dabei herrscht jedoch eine ziemlich trockene Luft, wenn einem das im Innern der Sauna auch ganz anders vor kommt. Eine gewisse Luftfeuchtigkeit entsteht nur durch die Aufgüsse, allerdings hält diese danach nicht sehr lange an und sinkt wieder auf ca. 5-10 %.

Trotzdem schwitzen wir in der Sauna, und das meistens auch ganz ordentlich. Das liegt aber an einer Eigenheit des menschlichen Körpers. Durch die hohe Lufttemperatur versucht er, sich selbst abzukühlen. Das erfolgt durch zunehmendes Schwitzen aus der haut, und dieser austretende Schweiß spült dabei Verunreinigungen aus den Poren heraus. Da Sie nun schweißnaß sind, haben Sie das Gefühl, daß es sehr heiß und feucht ist in der Sauna. Heiß ist es ja wirklich, aber feucht ist nur Ihr Körper.

Die Dampfdusche

Genau gegensätzlich läuft dieser Vorgang in der Dampfdusche ab. Dort ist es im Innern bei weitem nicht so heiß, meistens wird die Temperatur bei maximal 60 Grad begrenzt. Allerdings wird durch einen Dampfgenerator immer wieder heißer Wasserdampf eingesprüht, der die Luft mit Feuchtigkeit anreichert und Ihnen ein Gefühl gibt, Sie halten sich hier bei 100% Luftfeuchtigkeit auf. Und im Gegensatz zur finnischen Sauna ist das dann auch so!

Die Luft kann dann in diesem Stadium kaum noch Feuchtigkeit vom Dampf aufnehmen, also setzt sich der Dampf an Ihren Körper ab. Da die Haut aber viel kälter ist als 60 Grad, kondensiert der Dampf und es bildet sich Wasser. Durch diese kleinen Wassertropfen denken Sie, daß Sie schwitzen, aber es ist gar nicht Ihr eigener Schweiß. Jedenfalls nicht nur: Klar, ein paar echte Schweißtropfen mischen sich natürlich auch darunter.

 

Dampfdusche oder Sauna

Diese feinen Unterschiede zwischen Sauna und Dampfdusche sind es schließlich auch, die das Schwitzen zum Erlebnis oder zur Qual machen. Wer die heiße, trockene Luft der finnischen Sauna aus irgend welchen Gründen nicht mag oder verträgt, der kommt wahrscheinlich mit dem schonenden Schwitzen in der Dampfdusche besser zurecht.

Andererseits werden sich die Menschen, die keine hohe Luftfeuchtigkeit vertragen, in einer herkömmlichen Sauna wohler fühlen.

Wer allerdings gesundheitlich schon etwas vorbelastet ist, Herz- und Kreislaufprobleme hat oder andere chronische Krankheiten, für den ist es auf alle Fälle ratsam, seinen Hausarzt bei der Entscheidung für die richtige Sauna mit entscheiden zu lassen. Schließlich wollen wir ja alle gesund schwitzen und uns nach diesem Erlebnis frischer fühlen als zuvor. Egal, ob es nun die klassische finnische Sauna oder die Dampfdusche war.

Das Ergebnis sollte auf jeden Fall eine entspannende und reinigende Wirkung für Geist und Körper sein. Vor allem auch für unsere empfindliche Haut.